Backer Elektro-Värme AB ist 1949 in Sösdala, Schweden gegründet worden. Das Unternehmen entstand durch die gemeinsame Initiative der Herren Christian Backer und Nils Benerup, der wenige Jahre später auch die NIBE-Verken in Markaryd gegründet hat.
Jedes Backer-Produkt hat seinen Ursprung in dem technischen Prinzip, das Christian Backer 1921 patentierte. Dieses Prinzip stützt sich auf einen Widerstandsdraht, der in einem Rohr zentriert plaziert wird. Dieses wird ermöglicht, indem Magnesiumoxid zwischen den Widerstandsdraht und die Rohr-Innenwand gefüllt wird. Nach dem Füllen wird ein solches Heizrohr kompaktiert und an seinen Enden verschlossen.
Wärme leitend und gleichzeitig ein sehr guter elektrischer Isolator zu sein, das sind einzigartige Eigenschaften des Magnesiumoxides, die Backer erforschte und zum Grundprizip seiner Heizrohr-Technologie machte.
Das elektrische Heizrohr wird daher auch heute noch "Backer-Element" genannt.
Christian Backer und die Geburt des Backer - Elementes
Der Urheber des revolutionierenden Backer-Prozesses ist Christian Backer gewesen. Er hat eine leicht applizierbare Wärmekomponente für sowohl Haushalt als auch Industrie - das sogenannte "Backer-Element" - geschaffen.
Christian Backer sah das Licht der Welt in Norwegen, im Dorf Flisa in der Nähe von Kongsvinger. Schon in jungen Jahren wurde sein Hang zu Studien und Forschung deutlich. Nach seinem Realexamen in Kongsvinger begann er als Assistent eines Professors an der Technischen Hochschule zu Trondheim. Dort boten sich die Möglichkeiten für eigene Studien. Unter anderem arbeitete sein Professor an der Aufgabe, reines Magnesium aus dem Meereswasser zu gewinnen.
Christian Backer erkannte die Möglichkeit, aus reinem Magnesiummetall - einem guten elektrischen Leiter - Magnesiumoxid zu erzeugen. Dieses Oxid erwies sich als guter elektrischer Isolator und darüber hinaus auch als außerordentlich guter Wärmeleiter selbst bei hohen Temperaturen.
Indem eine Widerstandsspirale in ein Rohr aus Magnesiummetall eingezogen und das Ganze dann in ein Schutzrohr geschoben wurde, löste sich die Frage der Zentrierung und die Grundkomponenten eines Heizstabes waren somit plaziert. Sodann galt es, das elektrisch leitende Magnesium in einen Isolator umzuwandeln. Das löste Christian Backer, indem er in einem Autoklaven bei hoher Temperatur und unter hohem Druck Wasserdampf zuführte, der das Magnesiummetall auflöste und Magnesiumhydroxid bildete. Im darauffolgenden Wärmeprozess wurde das Hydroxyd in Magnesiumoxid und Wasser umgewandelt.
Christian Backers grundlegende und einzigartige Idee ist heute weltweit als Backerprozess bekannt. Sein Grundpatent ist 1921 datiert und wurde in späteren Jahren mit einigen weiteren Patenten komplettiert.
Zielsetzung für Christian Backer war es, ein Produkt herstellen zu können, ausreichend sicher, um die Herstellung einer elektrischen Kochplatte zu motivieren. Gegenüber dem Gasherd ist die elektrische Kochplatte zur Sicherheitsalternative geworden.
Christian Backer wanderte nach Kanada aus, wo er in Ottawa eine Anlage für weitere Experimente errichtete. Hier entwickelte er ein Gesamtkonzept für Produktionsanlagen und verkaufte Lizenzen seiner Methode über die ganze Welt.
Nach dem 2. Weltkrieg wollte Christian Backer auch ein Unternehmen in Schweden errichten, zumal seine Frau Elsa schwedische Ahnen hatte.
Der Gutsbesitzer Nils Bernerup auf Stora Bernstorp und der Reichstagsabgeordnete Erik Nilsson von Svalöv setzten sich für die Verwirklichung einer solchen Etablierung ein, und so ist 1949 Backer Elektro-Värme in Sösdala gegründet worden.
Der Hauptsitz der Backer Elektro-Värme AB - heute in Backer BHV AB umbenannt- ist seit jenen Tagen Sösdala gewesen. 2009 feierte Backer ihr 60-jähriges Bestehen.